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Ringerin Maria Selmaier ganz nah dran an den WM-Medaillen PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Jörg Richter   
Samstag, 24. Juli 2010 um 12:46 Uhr

Budapest – Für die Ringerin Maria Selmaier (67 kg/KSC Motor Jena) sind die Weltmeisterschaften der Juniorinnen in Budapest beendet, wobei die Erwartungshaltung nach dem Gewinn der EM-Silbermedaille vor drei Wochen in Bulgarien doch recht hoch war. Am Ende war es ein achtbarer 7. Rang, den die junge Ringerin im Nachhinein mit einem weinenden Auge betrachtet, denn den Kampf um Bronze hat sie nur um Haarebreite verpasst.

 

In Budapest wehte Maria Selmaier der raue, internationale Wind ins Gesicht, doch auch mit recht ungünstiger Auslosung kämpfte sich Maria Selmaier bis ins Viertelfinale vor.

Zum Auftakt hatte Maria Selmaier ihre Kontrahentin Maria Lyulkova (Russland) nach 2:1 Runden (0:1, 4:0, 5:0) bezwungen. Einen 0:1-Rückstand nach Runde eins wendete die DRB-Starterin mit einer Energieleistung in einen 2:1-Rundenerfolg. Gegen die Ungarin Timea Siroki machte Maria Selmaier kurzen Prozeß und drückte die Lokalmatadorin noch in Runde eins auf beide Schultern.

Im Viertelfinale traf die Ringerin vom neu gegründeten KSC Motor Jena auf Chiaki Iljima (Japan). Nach verlorener erster Runde (0:1) war auch der zweite Durchgang sehr ausgeglichen, Sekunden vor Schluss erfolgte der Angriff der Asiatin, Sekunden zu spät der Konter, der zumindest den Rundenausgleich gebracht hätte. Aber das Zeitzeichen rettete der Japanerin den Sieg. Iljima unterlag nur einen Kampf später, im Halbfinale der Ukrainerin Alina Makhynia, damit konnte Maria Selmaier auch nicht mehr über die Hoffnungsrunde in die Kämpfe eingreifen. Doch der 7. Rang dürfte Motivation genug sein, im nächsten Jahr erneut anzugreifen.

 

„Gegen die Japanerin hätte es auch andersrum laufen konnen“, ärgerte sich die 18-jährige, die mit einem Sieg mindestens im kleinen Finale um Bronze gerungen- , wenn nicht gar das Finale erreicht hätte. „Nach der EM-Silbermedaille hat Maria gezeigt, dass sie zur Weltspitze zählt“, war Trainer Hartmut Reich am Ende zufrieden mit der Leistung seines Schützlings.

 

„Insgesamt bin ich schon zufrieden, in diesem Jahr lief es gut für mich, wobei die EM-Medaille natürlich schon eine Super-Sache war“, blickt Maria Selmaier auf spannende Wochen zurück und freut sich nun auf die wohlverdienten Ferien.