Deutsche Meisterschaften...

...der Junioren (GR) in Plauen, sowie der Junioren (FR) und Juniorinnen in Kirrlach

Kirrlach – Riesen Jubel im Lager der Ringer aus dem Stützpunkt Jena bei den Deutschen Meisterschaften der Junioren im Freistil und Juniorinnen im nordbadischen Kirrlach, wo gleich zwei Silbermedaillen erkämpft werden konnten.

Joel Wrensch (65 kg/RSV Rotation Greiz) bekam es in seiner-, mit 13 Teilnehmern besetzten Gewichtsklasse zunächst mit sächsischen Ringern zu tun. Wrensch startete mit einem Sieg über Felix Mende (AC Taucha) ins Turnier und stand nach dem 10:0-Überlegenheitserfolg bereits im Halbfinale, wo er auf Tim Hamann (RV Lugau) traf. Gegen den Sportschüler, der in Leipzig lernt und trainiert gelang Wrensch ein 4:2-Punktsieg, der Greizer katapultierte sich damit ins Finale. Dort hatte Joel Wrensch mit Leon Gerstenberger (AB Wurmlingen) einen Kontrahenten vor der Brust, der 2016 bei den Europameisterschaften der Kadetten in Stockholm (SWE) den 13. Platz belegt hatte.  Wrensch unterlag mit 0:10 vorzeitig, konnte sich jedoch über DM-Silber freuen.

Otto Madejczyk (70 kg/KSC Motor Jena) hatte gleich den späteren Finalisten Adrian Wolny (RKG Freiburg 2000) aus dem Lostopf gezogen, gegen den er beim 0:10 chancenlos war. Mit dem Finaleinzug des Freiburgers konnte Madejczyk in der Hoffnungsrunde erneut ins Kampfgeschehen eingreifen. Doch auch da traf er mit Friedrich Schröder vom 1. Luckenwalder SC auf einen stärkeren Kontrahenten, gegen den er mit 1:8 Punkten das Nachsehen hatte.  Otto Madejczyk kam damit über den 16.- und letzten Platz seiner Kategorie nicht hinaus.

Delegation TRV

Dagegen glänzte in der gleichen Kategorie mit Lucas Kahnt ein Ex-Greizer mit Bronze, der vom RSV Rotation zum RV Thalheim gewechselt war nun nun für die Sachsen punktet. Nach Sieg und Niederlage stand Lucas Kahnt im kleinen Finale um Bronze, dass er gegen Ben Haeffner vom KSC Krefeld mit 9:5 gewann.

Mit Hassan Ismail (61 kg/KSC Motor Jena) schied der dritte Ringer aus der Delegation Thüringens nach einer 1:3-Punktniederlage gegen Malik Bicekuev vom ASV Ladenburg aus dem Turniergeschehen auf Rang 10 aus, da der Ringer aus Nordbaden das Finale verfehlte.

Bei den Juniorinnen kehrte Anne Nürnberger (57 kg/KSC Motor Jena) mit einer Silbermedaille aus Kirrlach zurück. Die Ringerin aus dem Leistungsstützpunkt Jena bezwang in ihrem Auftaktkampf Adelheid Przybylak (1. AC Regensburg) durch technische Überlegenheit und in der zweiten Runde auch Josephine Purschke (SV Warnemünde) mit 6:0 Punkten. Anne Nürnberger stand damit im Halbfinale, wo sie die Bronzemedaillengewinnerin der Juniorinnen 2018 von Rom (ITA) Serena Bölke (RSV Hansa 90 Frankfurt/O.) mit 5:0 Punkten bezwang. Erst im Finale wurde die KSC-Ringerin von Anastasia Blayvas (KFC Leipzig) gestoppt, die im Vorjahr Bronze bei den Europameisterschaft der Kadettinnen in Skopje (MKD) gewonnen hatte und im gleichen Jahr auch den 3. Rang bei den Olympischen Jugendspielen aus Buenos Aires (ARG) nach Deutschland holte.
Gegen diese starke Kontrahentin unterlag Anne Nürnberger nach tapferer Gegenwehr mit 0:5 Punkten und freute sich damit trotz der knappen Niederlage über die Silbermedaille.

Mit Jil Niemandt (50 kg) vom KSC Apolda startete in Kirrlach eine zweite Ringerin aus Thüringen ins Meisterschaftsturnier, dass auf Grund der geringen Teilnehmerzahl in ihrem Limit im nordischen System ‚Jeder gegen Jeden‘ ausgetragen wurde. Jil Niemand unterlag zunächst gegen Maren Vornberger (AC Röhlingen) auf Schulter und musste sich danach auch Heidi Morjan (AC Ückerath) nach spannendem Kampf nur hauchdünn beugen. Im dritten Kampf wurde die KSC-Ringerin von der Vize-Europameisterin von 2017 in Dortmund, Lisa Ersel (SV Luftfahrt Berlin) auf die Schultern gedrückt, erst im letzten Duell gelang Jil Niemand ein Schultersieg über Carolin Kitiratschky (AC Ückerath), was der Ringerin vom KSC Apolda den 4. Platz im Endklassement einbrachte.

„Zweimal Silber, das lässt aufhorchen und sollte Motivation genug für unsere jungen Athletinnen und Athleten an Leistungsstützpunkt Jena sein“, zollte der Präsident des Thüringer Ringer- Verbandes Lutz Zimmermann den Athleten Anerkennung – aber auch jenen seinen Respekt, die es nicht in die Medaillenränge geschafft haben.


Siegerehrung beide

So auch Dustin Nürnberger, dem einzigen Starter des TRV, der bei den Titelkämpfen im griechisch-römischen Stil an den Start ging, die in Plauen ausgetragen wurden. Dustin Nürnberger (63 kg/RSV Rotation Greiz) unterlag in der Qualifikation gegen Henrik Lars Schmitt vom KV Riegelsberg. Der Saarländer zog ins Finale ein, damit konnte Dustin Nürnberger in der Hoffnungsrunde weiterkämpfen, wo er allerdings mit Marc Janske vom KSV Rimbach erneut auf einen stärkeren Gegner traf. Nach der 1:8-Niederlage waren die Titelkämpfe für den Greizer auf Rang 9 beendet.

Die Titelkämpfe um deutsche Meisterkronen werden am kommenden Wochenende fortgesetzt, dann ist es die weibliche Jugend, die in Berlin ihre Titelträger 2019 ermittelt.


Text & Fotos: Jörg Richter