Während in der zweiten Jahreshälfte die Ringermannschaften in den verschiedenen Ligen unterwegs sind, um die besten Platzierungen zu erkämpfen, absolvierten die Nachwuchsringer ein straffes Turnierprogramm, um sich auf die Meisterschaften 2019 vorzubereiten. Traditionell ging es für nahezu alle Nachwuchsringer des AVJC und auch einige Athleten des SV Jugendkraft Albrechts am letzten Novemberwochenende nach Ludwigshafen zum Rhein-Main-Neckar-Turnier. Mit über 220 Athleten aus 29 Vereinen war dies zahlenmäßig stark besetzt. Umso erfreulicher waren die Ergebnisse. Vor allem die Turniersiege von Sam Hochhold, Raphael Titze, Max Wieland und Magnus Hötzel, aber auch die stark erkämpften zweiten Pl ätze von Franz Günther, Michel Rietzscher und Tim Kuschmerz stimmten das Trainerteam zuversichtlich für die kommenden Meisterschaften Anfang des Jahres 2019.

Jena – Die Sportschule in Jena hatte in den letzten Tagen Besuch aus Bulgarien, 12 Jungen und 3 Mädchen aus der Sportschule Sliven, begleitet von ihren Trainern Kiril Dimitrov und Krasimir Dobrev waren für zwei Wochen in die Saalestadt gekommen, um mit den Athleten aus dem Ringerzentrum gemeinsam zu trainieren, aber auch um Land und Leute kennen zu lernen.

„Der Anstoß kam von der bulgarischen Seite her, die einen Partner in Deutschland suchten“, so Jena‘s Stützpunkttrainer Kay Taubert, der sich vergangenes Jahr auch schon ein Bild von der Partnerschule in Sliven machte. In der Folge gab es schon mehrere Treffen, bei dem man sich austauschte. Nun der erste Besuch einer größeren Delegation in Jena. „Beantragt wurden die Gelder über das Projekt ‚Erasmus‘, einer Europäischen Organisation, die den Austausch von Schülern und Auszubildenden in der Europäischen Union unterstützt“, erklärt Kay Taubert. Unterstützt wurde der Besuch der Bulgarischen Sportschüler zudem vom Tagungshotel auf dem Gelände des Sportforums, sowie von der Mensa der Sportschule, wo die Gäste verpflegt wurden.

Favoriten setzen sich durch, Burghausen und Hallbergmoos mit Endrundenambition

Die erste Hälfte der Vorrundenkämpfe in der DRB-Bundesliga-Meisterschaftsrunde 2018/2019 ist vorüber, doch zeichnet sich bereits ab, wer als Anwärter für die Endrunde in den Startlöchern steht. Die Schere geht in den drei Staffeln auf Grund der unterschiedlichen Mannschaftsstärken weit auseinander, wie viele Ergebnisse deutlich aufzeigen. Verletzungsbedingte Ausfälle, aber auch fehlende Freigaben, starker ausländischer Verstärkungen, kurz vor der anstehenden Weltmeisterschaft, sowie eine große Anzahl Nachholkämpfe von DRB-Auswahlringern, die sich ebenso auf die ausstehenden Weltmeisterschaften der Männer in Budapest (HUN) und der U-23 in Bukarest (ROU) vorbereiteten, verzerren das Bild in den Tabellen.So patzte in der Südoststaffel der FCE Aue gegen Titelverteidiger Burghausen schon einmal mit 1:27 vor heimischen Publikum, die WKG Pausa/Plauen ließ hingegen beim Vogtland-Derby in Greiz mit 0:32 Federn. Auch das 2:27 des TSV Westendorf in Greiz passt in diese Aufzählung dieser Staffel.

In der DRB-Bundesliga Südost führt der Titelverteidiger SV Wacker Burghausen verlustpunktfrei die Tabelle an, gefolgt vom SV Siegfried Hallbergmoos und dem überraschend starken Aufsteiger RSV Rotation Greiz. Selbst im Spitzenkampf der Staffel behielt Burghausen gegen Hallbergmoos mit 19:7 die Oberhand.Hinter diesen drei Mannschaften an der Tabellenspitze, entstand ein Graben, der SV Johannes Nürnberg führt das hintere Tabellenfeld an, gefolgt von den beiden sächsischen Mannschaften FC Erzgebirge Aue und WKG Pausa/Plauen, die jeweils einen Sieg auf dem Konto haben. Schlecht aus den Startlöchern kam der TSV Westendorf, der genauso wie die WKG Pausa/Plauen bravourös mit vielen Eigengewächsen antritt, erst am letzten Kampftag gelang den Ringern aus dem Allgäu ein Heimsieg gegen Aue, am Tabellenende damit ein Dreigespann mit Aue, Pausa/Plauen und Westendorf, alle drei Mannschaften mit einem Sieg und fünf Niederlagen.

Sparkassenpokal in Jena auch international im Fokus

Jena – Schon traditionell läd der KSC Motor Jena jährlich Anfang Dezember die Nachwuchsringer aus nah und fern zum 'Sparkassenpokal' in die Saalestadt ein, wo die Besten der Jugend-Altersklassen, sowie bei den weiblichen Schülerinnen ermittelt wurden. 214 Aktive aus 37 Vereinen folgten dem Ruf, darunter auch Nachwuchsathleten aus Tschechien und Bulgarien.Der Rotation Greiz schickte insgesamt 19 Nachwuchsringer an den Start, mit 5 Gold-, 5 Silber- und 2 Bronzemedaillen erreichten die Vogtländer 73 Punkte und gewannen mit großem Vorsprung die Vereinswertung vor der TSG Halle-Neustadt (53 Punkte) und dem FC Erzgebirge Aue (50).Ibrahim Galamatov (45 kg) und Lucas Hanke (50 kg/beide A-Jugend) blieben in jeweils zwei Begegnungen ungeschlagen und gewannen Goldmedaillen, genauso wie Silas Warmuth (25 kg) und Leon Weller (34 kg), die bei den D-Jugendlichen ungeschlagen blieben. Bei den Mädchen setzte sich Pauline Hessel (40 kg) durch. Hinter ihr kam Josefine Langhof auf Platz zwei über die Ziellinie, im Limit bis 62 kg gewann auch Emely Kaufmann für den RSV Rotation die Silbermedaille. 2. Plätze wurden auch bei den Jungen aus der B- und C-Jugend erkämpft, Pascal Hessel (38 kg/B-Jugend) stand nach zwei Siegen und einer Niederlage auf dem Silberrang und auch Paul Müller erkämpfte bei den C-Jugendlichen (50 kg) unter 5 Teilnehmern Silber. Bei den Jüngsten aus der D-Jugend war es Dominik Gasser, der im Limit bis 25 kg hinter Silas Warmuth über die Ziellinie schlitterte und damit für einen Doppelerfolg des RSV Rotation in dieser Kategorie sorgte. Shawn Taylor Kaul (46 kg/D-Jugend) und Fiona Gasser (32 kg/weibl. Jug.) rundeten die hervorragende Medaillenbilanz des RSV Rotation mit Bronzemedaillen ab.Der KSC Apolda erzielte 2 Turniersiege, 3 Silbermedaillen und einen Bronzerang, in der Vereinswertung kam der KSC auf 39 Punkte und erkämpfte in der Mannschaftswertung den 6. Rang. Ali Aminov (42 kg) siegte nach zwei erfolgreichen Kämpfen in der A-Jugend, Alikhan Arsakaev (50 kg) blieb bei den C-Jugendlichen in 4 Kämpfen ungeschlagen. Sieg und Niederlage- und damit Platz zwei gab es für Malte Guthmann (50 kg/A-Jugend) und Armin Mohammadi (38 kg/D-Jugend), während Oliver Lenzer (48 kg/B-Jugend) 5 Kämpfe bestritt, von denen er vier gewann und sich erst im Finale gegen Mokhmad Dadaev (Halle) beugen musste. Auch Ramsan Sokujew (60 kg/A-Jugend) hatte ein volles Programm zu absolvieren, nach 4 Siegen und einer Niederlage stand der Ringer aus Apolda im kleinen Finale um Bronze, das er gegen Kantemir Sibekov (SV Altenburg) gewann.Für die Gastgeber aus Jena waren Otto Madejczyk (71 kg/A-Jugend), Felix Wächter (31 kg/C-Jugend) und John-Luca Koch (31 kg/B-Jugend) mit Turniersiegen erfolgreich.

Ringerin Maria Selmaier mit unglücklicher WM-Niederlage aus Budapest zurück
Budapest – Am Sonntag ging die Weltmeisterschaft der Ringer in Budapest (HUN) zu Ende, dabei gab es viel Rampenlicht um den deutschen Griechisch-Römisch-Spezialisten Frank Stäbler (KSV Musberg), der mit seinem 3. WM-Titel in Folge 'Heldenstatus' in der deutschen-, aber auch internationalen Ringerfamilie erlangte.
Die Freistilringer blieben zum Auftakt der WM-Kämpfe von Budapest ohne Medaille, wobei Ahmed Dudarov (86 kg/SV Triberg) mit einem guten Los und einer 4:0-Führung im Auftaktkampf gegen Vizeweltmeister Boris Makoev (SVK) Chancen ein Weiterkommen leichtfertig verspielte. Makoev riss den Kampf mit einem Schultersieg noch aus dem Feuer, Pech für Nick Matuhin (125 kg/1. Luckenwalder SC, der den Vize-Weltmeister des Vorjahres Taha Akguel (TUR) aus dem Lostopf zog und mit 0:9 verlor. Eigentlich eine sichere Fahrkarte in die Hoffnungsrunde, doch auch der Türke unterlag sensationell und so war für Matuhin das WM-Turnier beendet.
Das Pech klebte aber auch an den Ringerschuhen der deutschen Frauen-Equipe. Maria Selmaier (72 kg/KSC Motor Jena) traf im Auftaktduell auf Naruha Matsuyuki eine der Japanerinnen, die eigentlich gar nicht zu besiegen sind. Doch auch die Ringerinnen im Land der aufgehenden Sonne stellen ihr Team im Hinblick auf die Olympischen Spiele in Tokyo etwas um uns so rückten auch jüngere Ringerinnen in die Mannschaft, zu denen auch Naruha Matsuyuki gehörte. Maria Selmaier ging gegen die Japanerin mit 1:0 in Führung, dominierte zum Beginn den Kampf und gab dann die Zügel aus der Hand. Naruha Matsuyuki riss den Kampf mit 4:1 noch aus dem Feuer. Im Endspurt fehlte Maria Selmaier der technische Leitfaden, um der Begegnung noch einmal eine Wende zu geben. Dennoch ein Kampf auf Augenhöhe, wobei die Japanerin im Viertelfinale verlor, das Finale damit verpasste und Maria Selmaier damit den Weg in die Hoffnungsrunde verbaute.