Denis Kudla (87 kg/VfK Schifferstadt) holte am Abend des 2. Tages die erste Medaille für die deutschen. Im kleinen Finale traf er am Abend auf Islam Abbasow (AZE), mit dem er sich schon viele spannende Duelle um internationale Titel und Medaillen lieferte. Auch diesmal war es ein Duell auf Messespitze, dass der DRB-Ringer mit 3:1-Wertungspunkten für sich entschied.

Bild 1 Kudla Abbasov BK

Mitteldeutsche Meisterschaften der Männer (GR/FR) in Luckenwalde

Luckenwalde – Erfolgreich schnitten die Ringer aus den Thüringer Vereinen bei den Mitteldeutschen Meisterschaften der Männer in Luckenwalde ab, wo die Titelträger sowohl im griechisch-römischen Stil, als auch im freien Ringkampf ermittelt wurden.

116 Ringer aus 37 Vereinen waren zu den Mitteldeutschen Meisterschaften der Männer in die Flämingstadt gekommen. Mit jeweils 7 Teilnehmern stellten der FCE Aue und der RSV Rotation Greiz die meisten Teilnehmer. Die Erzegbirger gewannen mit zwei Titelgewinnern, zwei Silber- und einer Bronzemedaille die Vereinswertung vor Greiz, der RSV Rotation hatte am Ende des Wettkampftages eine Gold-, eine Silber- und zwei Bronzemedaillen auf dem Konto.

Für Greiz gewann Routinier Thomas Leffler die Konkurrenz im Limit bis 87 kg/griechisch-römischer Stil souverän, indem er Ceven Matthes (Greifswalder RV), Dustin Löser (RSK Gelenau) und Roman Chernov (KFC Leipzig) klar bezwang.
Einen starken Auftakt hatte auch Sebastian Wendel (97 kg/FR), der gegen den frischgebackenen Deutschen Juniorenmeister Alexander Biederstädt (RV Lübtheen) klar mit 6:0 Wertungspunkten gewann. Im zweiten Duell setzte sich der Greizer mit technischer Überlegenheit (10:0) gegen Mehmed Sari (TRV Berlin) durch. Dann folgte jedoch ein 8:8 gegen den Leipziger Rene Kirsten (SAV Leipzig), der eigentlich im Judo zu Hause ist, aber für die WKG Leipzig auch schon Erfahrungen in der Regionalliga sammelte. Entscheidend war die Anzahl der höheren Wertungen für den Messestädter, die den Ausschlag zum Sieg gaben. Zwei Bronzeränge steuerten Dustin Nürnberger (60 kg/GR) und Abdul Galamatov (65 kg/FR) zur Medaillenbilanz der Greizer Ringer bei.

Deutsche Meisterschaften der Junioren und Juniorinnen in Bad Kreuznach und Hemsbach

Bad Kreuznach/Hemsbach – Bei den Deutschen Meisterschaften der Junioren und Juniorinnen schnitten die Starter des Thüringer Ringer- Verbandes überraschend stark ab.
So erkämpfte Eyleen Sewina (68 kg) vom RSV Rotation Greiz nahezu unangefochten den Deutschen Meistertitel in ihrer Gewichtsklasse.
Gegen Jana Heiden (KSV Schriesheim) gelang der Ringerin aus Greiz, die am Bundes-Leistungszentrum Frankfurt(O.) trainiert, ein Schultersieg, im zweiten Duell zwang sie ihre Trainingskameradin Tabea Lawnitzak, mit der sie gemeinsam am Stützpunkt an der Oder trainiert, mit 8:0 Punkten in die Schranken. Im Halbfinale gelang Eyleen Sewina ein vorzeitiger 10:0-Überlegenheitserfolg gegen Sofie Becker (TSG Hasloch) und katapultierte sich damit bis ins Finale, wo die RSV-Ringerin ihrer Kontrahentin Sabrina Fischer (ASV Urloffen) beim 9:0-Punktsieg keine Chance ließ. Dabei war auch die Finalkonkurrentin kein unbeschriebenes Blatt, Sabrina Fischer nahm 2017 an den Europameisterschaften der Kadetten in Sarajevo (BIH) teil, wo sie den 10. Platz belegte, was die Leistung von Eyleen Sewina noch unterstreicht.

Ein überraschendes Ergebnis schaffte auch Joel Wrensch (65 kg/RSV Rotation Greiz), der gleich im ersten Duell auf seinen TRV-Kollegen Otto Madejczyk (KSC Motor Jena) traf, den er beim Stand von 8:4 schulterte. Gegen den späteren, souveränen Titelträger Adrian Wolny (SV Triberg) unterlag der Greizer, kämpfte sich dann jedoch mit einem Hoffnungsrundenerfolg über Friedrich Schröder (1. Luckenwalder SC) ins kleine Finale um Bronze. Dort setzte sich Joel Wrensch gegen Nils Klein vom KSV Köllerbach mit 4:1-Wertungspunkten durch und gewann damit die Bronzemedaille, die im TRV-Lager Jubelstürme auslöste.

Waltershausen präsentiert sich als guter Gastgeber / ZSG feiert Erfolge auf heimischen Matten / Bronze bei Deutschen Meisterschaften der A-Jugend für den RSV Rotation Greiz / TRV-Vorstand beim Sportlerball des LSB Thüringen


Gera – Einen vollen Terminkalender haben derzeit die Ringer aus der Region, Schlag auf Schlag geht es von einer Meisterschaft zur Nächsten. Am vergangenen Wochenende waren es mit den Landesmeisterschaften der D- und E-Jugend, sowie des weiblichen Nachwuchsbereichs in Waltershausen, aber auch den Deutschen Meisterschaften der Kadetten in Pirmasens (GR) und Ladenburg (FR) gleich mehrere Höhepunkte für die Mattenfüchse aus den Thüringer Vereinen.

75 junge Ringer aus 12 Vereinen stellten sich den Titelkämpfen auf Landesebene in Waltershausen, allein der RSV Rotation Greiz schickte allein 16 Teilnehmer auf die beiden Matten, die 6 Titel gewannen, aber auch 5 Silber- und 3 Bronzemedaillen mit nach Hause nahmen. Der AV JC Zella-Mehlis erkämpfte 5 Landesmeistertitel, 4 Silber- und 2 Bronzemedaillen.
Riesige Freude herrschte bei der ZSG Waltershausen, der Gastgeber gewann 4 Titel und jeweils einmal Silber und Bronze. „Das ist das beste Ergebnis seit vielen Jahren“, so Trainer Florian Crusius, der seit seiner Rückkehr vom Bundes-Leistungszentrum Frankfurt(O.) nach Thüringen mit seinem Trainerteam in Waltershausen für großen Aufschwung sorgte. Dicht auf den Fersen der ZSG Waltershausen schlitterte der SV Fortuna Pößneck auf Rang 4 der Vereinswertung über die Ziellinie. Längst tragen die Bemühungen der letzten Jahre in Pößneck erste Früchte, nun wächst bei den D- und E-Jugendlichen, sowie im weiblichen Nachwuchsbereich eine neue Generation heran, die es auf 2 Titel, 2 Silber- und 3 Bronzemedaillen für die Fortunen brachte. Der PSV Erfurt brachte es mit 3 Titelgewinnen und jeweils einem 2.- und 3. Rang auf Platz 5 der Vereinswertung, der KSC Apolda eroberte 2 Meistertitel, zudem 2 Silber- und eine Bronzemedaille und beendete das Meisterschaftsturnier auf Rang 6 der Vereinswertung.

Stützpunkt Westthüringen überzeugt

Im letzten Jahr hat sich beim Thüringer Ringer-Verband viel getan. Nach immer schwächeren Ergebnissen im Nachwuchsbereich musste gehandelt werden. Nach intensiven Gesprächen und Planungen lag im Frühherbst 2017 endlich ein tragbares Konzept vor. So wurde ein Stützpunktsystem für den Nachwuchs geschaffen. Ziel ist es, dass die Kinder durch wechselnde Trainingspartner und neue Impulse durch andere Trainer leistungsstärker werden und somit auch mit einem durchaus höheren Niveau an die Sportschule delegiert werden können. Im Bereich Westthüringen wurden zwei Stützpunkte implementiert. Im zweiwöchigen Rhythmus trainieren die Ringertalente immer im Wechsel in Zella-Mehlis und Waltershausen. Die verantwortlichen Trainer der beiden Stützpunkte sind Andre Schedler und Florian Crusius. Koordiniert wird das Ganze durch Heino Barth, der selbst erfolgreicher Trainer in Mühlberg ist. Als erste gemeinsame Maßnahme ging es am 03.03.2018 zum 23. Maintalturnier in das fränkische Schonungen. 150 Teilnehmer aus 23 Vereinen aus der gesamten Bundesrepublik und sogar aus Holland drückten dem Turnier einen qualitativ guten Stempel auf. Die 13 Westthüringer Ringerasse überzeugten mit dem Gewinn von insgesamt sechs Gold-, einer Silber- und einer Bronzemedaille. In der E-Jugend gewann Frieda Grünewald, die einzige weibliche Starterin aus Thüringen, die Goldmedaille. Und das, obwohl sie bei den Jungs startete. Ihr Bruder Paul wurde in der Gewichtsklasse bis 27 kg Dritter. In der D-Jugend holten die Thüringer durch John Barth (23 kg) und Magnus Hötzel (34 kg) gleich zwei Turniersiege. Beide zeigten sehr konzentrierte Leistungen und siegten souverän. Mit Silber musste sich Luis Schmidt (29 kg) zufrieden geben. Trotz einer hohen Niederlage gegen einen Holländer zeigte er einen super Wettkampf. Auch die beiden C-Jugendlichen, David Barth (31 kg) und Franz Günther (50 kg), sowie der B-Jugendliche Max Wieland (62 kg) wurden überlegen Turniersieger. Knapp am Siegerpodest vorbei schrammten Raphael Titze, Sean Luca Hack und Leon Hacker, sie wurden Vierte. Auf einem guten fünften Platz landeten Lennart Schmidt und Phillip Niedenthal. Trotz der guten Ergebnisse bilanzierten die Trainer Verbesserungspotential vor allem im technischen und taktischen Bereich, an denen man in den nächsten Wochen arbeiten wird. Die Reise nach Schonungen war ein voller Erfolg und hat gezeigt, dass die Thüringer Nachwuchsringer in die richtige Richtung marschieren.