2 Titel und 5 Mal Silber an Thüringer Ringermädels

Apolda – 170 Ringerinnen trafen sich am Samstag zu den Mitteldeutschen Meisterschaften in Apolda, wo sie in den Altersklassen der Frauen, der weiblichen Jugend, sowie bei den Schülerinnen die Titelträgerinnen 2018 ermittelten. Auf Grund verschiedener internationaler Wettkämpfe fehlten mehrere Spitzenringerinnen, zudem machte sich bei allen beteiligten Landesorganisationen und Vereinen die Grippewelle bemerkbar, dennoch traten 23 junge Ringerinnen aus den Thüringer Vereinen auf die Matten, wo die jungen Damen sehr erfolgreich kämpften. Die Konkurrenz war groß, denn zum Zweckverband Ringen in Mitteldeutschland, der diese Titelkämpfe ausrichtet, gehören die Landesorganisationen Sachsens, Sachsen-Anhalt's, Thüringens, Berlins und Brandenburgs. Da diese Mitteldeutschen Meisterschaften 'offen' ausgetragen werden,  können auch Ringerinnen aus weiteren Bundesländern teilnehmen. Auch eine starke polnische Auswahl, sowie eine tschechische Delegation aus Czarny Bor waren in Apolda am Start.Bei den Frauen waren die einzelnen Gewichtsklassen spärlich besetzt, Anne Nürnberger (59 kg/KSC Motor Jena) stand in ihrem Limit auf dem obersten Treppchen, Jil Niemandt (50 kg/KSC Apolda) gewann Silber. Bei den Frauen waren es vor allem die Damen aus dem Bundes-Leistungszentrum Frankfurt(O.) die dem Turnier ihren Stempel aufdrückten, bei den weiblichen Jugendlichen dominierten vor allem die polnischen Mädchen. Schwierig war es damit für die jungen Damen um Landestrainer Hartmut Reich, auf das Podium zu gelangen. Immerhin, Josefine Sauerteig (34 kg/AV JC Zella-Mehlis) erreichte den Silberrang in ihrer Kategorie, die Ringerin aus Zella-Mehlis musste sich im Finale Karolin Huth (SV Luftfahrt Berlin) geschlagen geben.  Am Siegerpodium vorbei schlitterte Sarina Alice Jurke (49 kg/ZSG Waltershausen), die zwei Auftakterfolge feierte, dann jedoch im Gruppenfinale von der späteren Siegerin Laura Colditz (RV Thalheim) gestoppt wurde. Im Kampf um Bronze unterlag Sarina Alice Jurke der Polin Klaudia Czyzio und beendete damit das Turnier auf dem undankbaren 4. Rang. Hinter der Ringerin aus Waltershausen erzielte Lea Kim Kuttkowski (RSV Rotation Greiz) den 5. Platz. Die Greizerin war gegen zwei polnische Auswahlringerinnen zunächst chancenlos, im Kampf um Rang 5 setzte sich Lea Kim Kuttkowski gegen Sarah Kellermann (Demminer RV) durch. Einen weiteren 5. Platz erzielte Alexandra Reim (65 kg), die wie Lea Kim Kuttkowski vom RSV Rotation Greiz kommt. Auch Alexandra Reim unterlag in ihren beiden Auftaktkämpfen gegen Ringerinnen aus Berlin, gewann dann jedoch den Kampf um Platz 5 gegen Leonie Chiara Gräning, die ebenfalls mit der starken Delegation des SV Luftfahrt Berlin nach Apolda gekommen war. Das I-Tüpfelchen für den Thüringer Ringer- Verband schaffte dann allerdings Josephine Wrensch (27 kg/SV Fortuna Pößneck) bei den Schülerinnen, die alle vier Kämpfe durch Schultersiege gewann. Auf Rang drei folgte Fiona Gasser (RSV Rotation Greiz), die vier Duelle siegreich bestritt und nur gegen Josephine Wrensch unterlag. Mit einem 2.- und einem 4. Rang glänzte der PSV Erfurt bei den Schülerinnen. Selina Wilhelm (30 kg) kämpfte sich siegreich durch die Vorrunde, unterlag dann aber im Finale gegen Victoria Rein vom 1. Luckenwalder SC. Den 4. Rang erzielte Lea Müller (33 kg), die zwei Siege und zwei Niederlagen verbuchte.
Einen weiteren Silberrang erzielte Josephine Schneider (42 kg/AV JC Zella-Mehlis), die sich mit vier Siegen ins Finale kämpfte, dort allerdings gegen 8 Nguyen (Preussen Berlin) den Kürzeren zog. Silber ging auch an Colleen Schröder (54 kg/SV Sömmerda), die in der Ergebnisliste vor Emely Kaufmann stand, die die Medaillenbilanz des RSV Rotation Greiz mit einer Bronzemedaille abrundete.Gastgeber KSC Apolda glänzte ebenso bei den Schülerinnen, Emely Zimmermann (46 kg) und Maria Poluyanov (58 kg) freuten sich über Silbermedaillen, Michelle Sandkaulen (34 kg) kämpfte sich in ihrer sehr gut gesetzten Kategorie mit zwei Siegen und drei Niederlagen auf den 6. Rang. Auch Lena Thänert (33 kg/AV JC Zella-Mehlis) schob sich auf den 6. Rang – und damit unter die Besten ihrer Gewichtsklasse.
Der KSC Apolda schob sich mit drei Silbermedaillen als bester TRV-Verein auf Rang 7 der Mannschaftswertung, der RSV Rotation Greiz rangierte mit zwei Bronzemedaillen und zwei fünften Rängen auf dem 12. Platz unter den insgesamt 51 angereisten Teams. Gewonnen hat der SV Luftfahrt Berlin vor der polnischen Jugendauswahl und dem SV Preussen Berlin. Als bester sächsischer Verein kam der RV Thalheim auf Rang 5, gefolgt vom RSV Hansa 90 Frankfurt(O.) und den Nordlichtern des Demminer RV.„Es waren sehr gut organisierte Meisterschaften“, ging das Lob von Thüringens Landestrainer für den weiblichen Bereich Hartmut Reich an die rührigen Veranstalter. Doch auch dem Geschehen auf der Matte gewann der Ex-Weltmeister viel Gutes ab: „… es war Einiges los auf den 4 Matten, angesichts 170 Teilnehmer, wobei vor allem die polnische Jugendauswahl für ein sehr gutes Niveau sorgte“. Mit zweimal Gold-,  fünf Silber- und einer Bronzemedaille zeigte sich der Landestrainer zufrieden. „Die beste Leistung zeigte Josephine Wrensch (Pößneck), die mit super Kämpfen den 1. Platz belegte, aber auch Emely Zimmermann (Apolda) wusste mit ihrem 2. Platz zu überzeugen, ebenso wie Selina Wilhelm (Erfurt), die mit starker Leistung ebenfalls Silber gewann“, hob Reich die jungen Damen aus der insgesamt guten Verbandsleistung der TRV-Ringerinnen hervor.
 
Jörg Richter
 
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Starke Leistung von Josephine Wrensch (27 kg/SV Fort. Pößneck - rotes Trikot), die bei den Schülerinnen den Mitteldeutschen Meistertitel gewann.
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Zwei Goldmedaillen, fünf Mal Silber und eine Bronzemedaille, dass war die Ausbeute der Thüringenauswahl um Landestrainer Hartmut Reich bei den Mitteldeutschen Meisterschaften der Frauen und Mächen in Apolda.
Fotos: TRV
 

FB IMG 1518000221910Wir haben gestern mit großer Bestürzung vom plötzlichen Tod unseres Mannschaftsleiters, Rajko Schedler, erfahren müssen.
Rajko, der schon seit seiner Kindheit immer für den Verein auf der Matte stand, übernahm nach dem Ende seiner aktiven Zeit den Posten des Mannschaftsleiters, erst für die damals zweite Mannschaft und später für die Kampfgemeinschaft Südthüringen.
Wir verlieren mit Rajko nicht nur einen geschätzten Betreuer, Sportfreund, Berater, Teamkollegen und Unterstützer. Nein, wir haben vor allem einen Freund verloren!

Rajko wurde nur 49 Jahre alt.

Unser tief empfundenes Mitgefühl und aufrichtiges Beileid gilt der Familie!
Dem Beileid an die Familie schließt sich auch das Präsidium des TRV an.

Werdau – Am vergangenen Sonntag gaben die Junioren und B-Jugendlichen in Werdau den Startschuss zu den diesjährigen Mitteldeutschen Meisterschaften im Ringen, die sowohl im griechisch-römischen Stil, als auch im freien Ringkampf ausgetragen wurden. Dabei wurde den Kampfrichtern Höchstleistung abverlangt, denn in den beiden Stilarten gibt es unterschiedliche Regularien.
47 Vereine- vorrangig aus den neuen Bundesländern reisten in Werdau an, 167 junge Athleten kämpften um die Titel und Medaillen.

Nach den Thüringenmeisterschaften, nahmen zahlreiche Vereine aus dem Freistaat an den Mitteldeutschen Meisterschaften in Werdau teil. Der RSV Rotation Greiz kämpfte sich mit 6 Teilnehmern gar ins Vorderfeld der Vereinswertung, der AV JC Zella-Mehlis und der KSC Apolda reisten mit jeweils 4 Athleten nach Werdau, Jena, Sömmerda und Heldrungen waren mit jeweils einem Athleten in Westsachsen vertreten.

Jubel beim RSV Rotation Greiz, Abdul Galamatov setzte sich bei den Junioren im Limit bis 65 kg/FR durch, im Finale bezwang er Friedrich Schröder vom SV Luftfahrt Berlin, der am Leistungszentrum Luckenwalde lernt und trainiert. Im Limit bis 79 kg musste sich Hamsat Yushaev dem KAV Ringer Khalil Osso aus Eisleben beugen und gewann damit Silber. Mit Silber glänzte auch Dustin Nürnberger in der Gewichtsklasse bis 61 kg, der gegen Omar Ali Karam (KAV Mansfelder Land) gewann, jedoch gegen Michel Penkert (1. Luckenwalder SC) eine Niederlage quittieren musste. Ibrahim Galamatov setzte sich bei den B-Jugendlichen, in der stark besetzten Kategorie bis 38 kg/FR durch, während Sheyh Yushaev im Limit bis 48 kg mit nur einer Niederlage belastet Silber gewann.

Der gerade vom Kreissportbund Weimaer Land, als 'Sportorganisator des Jahres' geehrte Trainer des KSC Apolda Bela Olah hatte am Sonntag gleich wieder Grund zur Freude, denn in der leichtesten Juniorenklasse (57 kg/FR) schafften es mit Abdul Rafar Ahmadi und Haydar Afshar gleich zwei KSC-Ringer auf's Siegertreppchen. Nur Hamburgs Movlet Makhmatov schob sich an den beiden Ringern aus Apolda vorbei und verwieß Ahmadi und Afshar auf die Ränge zwei und drei. Ersan Hameli rundete in der Gewichtsklasse bis 65 kg die Bilanz der Apoldaer Junioren mit einem 6. Platz ab.
Für den AV JC Zella-Mehlis erkämpfte Tim Jahnke (120 kg/GR) den zweiten Platz. Der Schützling von Trainer Andre Schedler setzte er sich in einem kampfbetonten Duell gegen den Vorjahresmeister der Kadetten Kevin Drehmann (KSV Pausa) durch, musste dann jedoch gegen Franz Richter (AVG Markneukirchen) nach einer 4:2-Fährung noch eine technische Niederlage hinnehmen. Mit weiteren Erfolgen über Marvin Söll und Ahmed Schamdin (KAV Mansfelder Land) katapultierte sich Tim Jahnke im Endklassement auf einen hervorragenden, zweiten Platz. Jeweils einen 3. 4. und 5. Platz erzielten die B-Jugendlichen des AV JC Zella-Mehlis. Willi Hempel erklomm das Siegerpodium im Limit bis 41 kg und gewann Bronze, während Raphael Trautwein in der leichtesten Gewichtsklasse bis 35 kg am Podium scheiterte und den 4. Platz belegte. In der sehr stark besetzten Gewichtsklasse bis 57 kg schob sich Max Wieland unter die Besten und belegte nach siegreichem Duell gegen John-Paul Spatzschke (KSV Pausa) den 5. Platz.

Dritte Ränge sammelten Heldrungen und Jena; für den RSV Heldrungen ging Robin Renz (68 kg) bei den B-Jugendlichen auf die Matte, der Bronze holte, Otto Matejczyk (65 kg/FR) erkämpfte als einziger Starter für den KSC Motor Jena einen Bronzeplatz. Matejczyk unterlag zum Auftakt gegen Friedrich Schröder (1. Luckenwalder SC), setzte sich in weiteren Vorrundenduellen jedoch gegen Viktor Wejgandt (KFC Leipzig) und SadeghyAbdolhamid (RSV Stendal) durch. Im kleinen Finale um Bronze wieß der KSC-Ringer Felix Mende (AC Taucha) mit technischer Überlegenheit (10:0), noch vor Ablauf der vierminütigen Kampfzeit in die Schranken. Für den SV Sömmerda erzielte Niclas Hoppe im leichtesten Limit der B-Jugend (35 kg) den 6. Platz.

„Es war eine ordentliche Generalprobe für die anstehenden Deutschen Meisterschaften, unsere Jungs konnten vor allem kämpferisch überzeugen“, so Bela Olah, der zudem auf die jungen Jahrgänge der C- und D-Jugend hofft, wo in den letzten Monaten viel unternommen wurde, um wieder an frühere Erfolge anknüpfen zu können.

Jörg Richter


Bilder:

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08: Eine starke, kämpferische leistung zeigte Schwergewichtler Tim Jahnke, der nach 4 Duellen mit Silber belohnt wurde (hier im kampf gegen Kevin Drehmann / KSV Pausa, den er schulterte).

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Otto Madejczyk (KSC Motor Jena) gewann in der stark besetzten Gewichtsklasse bis 65 kg/FR die Bronzemedaille.

Fotos: J. Richter

Jena – Beim Thüringer Ringer- Verband ist Einiges in Bewegung geraten, es weht ein frischer Wind durch die traditionsreiche Sportart. Neben alteingesessenen Vereinen wie dem AV JC Zella-Mehlis, sind zahlreiche Sichtungsaktionen in Apolda, Pößneck und auch in Waltershausen zu spüren, wo 'Heimkehrer' Florian Crusius mit weiteren Helfern die Nachwuchsabteilung neu belebte. Der schon totgeglaubte SV Fortuna Pößneck richtete jüngst gar die Thüringenmeisterschaften mit 134 Teilnehmern aus. Die ehrenamtlichen Helfer um TRV-Frauenreferentin Susi Wrensch stemmten dieses Event bravourös und feierten dabei selbst zahlreiche Erfolge ihrer jungen Talente.

Der KSC Apolda ließ in den letzten Jahren vor allem durch die Erfolge der Veteranen aufhorchen, ehemalige Ringerrecken wie Erhard Pocher, oder Bernd Radestock sammelten fleißig WM-medaillen bei den Masters.
Doch nun nimmt auch die Talentschmiede ordentlich Anlauf, unter Anleitung von Trainer Bela Olah und seines Trainerstabes feierten die KSC-Youngster zuletzt schöne Erfolge bei den Landesmeisterschaften, aber auch mit Silber und Bronze bei den Mitteldeutschen Meisterschaften der B-Jugend, die am vergangenen Sonntag in Werdau ausgetragen wurden.

Einer der Väter des Erfolges beim Aufbau des Nachwuchsbereiches ist Bela Olah, der als Trainer und Funktionär beim KSC Apolda tätig ist, aber auch als Vizepräsident des Thüringer Ringer- Verbandes viele Hebel in der Landesorganisation in Bewegung setzte.
Für sein ehrenamtliches Engagement ehrte der Kreissportbund Weimarer Land Bela Olah bei der Sportgala in der Stadthalle Apolda als 'Sportorganisator des Jahres'.

Doch auch im Spitzenbereich der Ringersparte Thüringens gab es Ehrungen und Auszeichnungen. Ringerin Maria Selmaier (KSC Motor Jena) erhielt bei der Wahl zur Sportlerin des Jahres in Jena die meisten Stimmen. Eine Anerkennung ihrer Leistungen in einer Sportart, die bis vor einigen Jahren als reine Männerdomäne galt. Maria Selmaier tat mit ihren Erfolgen, aber auch ihrem Auftreten außerhalb der Ringermatte viel für das Image der Frauen auf Ringermatten. Bei ihrer Wahl zur Sportlerin des Jahres hallte sicherlich auch ihre Teilnahme an den Olympischen Spielen in Rio 2016 nach, Maria Selmaier war die einzige  Starterin im Ringen, die aus den neuen Bundesländern kam. Maria Selmaier siegte vor Susen Lösch (USC) und Kassandra Walluks (JC Jena). Bei den Männern siegte Thomas Röhler (LC Jena), Mannschaft des Jahres wurde der SV GutsMuths Jena (Badminton).

Doch auch beruflich erklimmt Maria Selmaier die nächste Stufe ihrer Karriereleiter, die 26-jährige schloss ihre Ausbildung bei der Thüringer Landespolizei mit Erfolg ab. „Heute vor drei Jahren habe ich meine Ausbildung zur Polizeimeisterin begonnen und nun auch abgeschlossen, gemeinsam mit Christiane Göhring (Schießsport) durfte ich meine Urkunde zur Beamtin auf Lebenszeit in Empfang nehmen“, so die junge Ringerin glücklich.
Beruf und Sport bekam Maria Selmaier auch während ihrer Ausbildung gut unter einen Hut, ihr Dank für die gute Sportförderung geht dabei an das Thüringer Ministerium für Inneres und Kommunales, die Thüringer Polizei und vor allem an das Bildungszentrum der Thüringer Polizei, sowie die Kriminalpolizeiinspektion Jena.

Jörg Richter

Maja Polizei


Jena – Szenen aus der Regionalliga Mitteldeutschland, beim Kampf des KSC Motor Jena gegen den RC Germania Potsdam vom 25. November des vergangenen Jahres; die kleine Schulsporthalle in der Emil-Wölk-Straße in Jena-Lobeda war ordentlich gefüllt, hatten die zahlreichen Ringerfans doch über die gesamte Saison hinweg spannende Kämpfe erlebt. Nun bebte die Halle beim 24:8-Erfolg des KSC Motor über die Ringer aus der Havelstadt in der Platzierungsrunde. Platz 9 damit für Jena in der Endtabelle der zweithöchsten Kampfklasse, wobei eine ganze Reihe knapper Niederlagen eine bessere Platzierung verhinderten.

Doch diese Saison hat dem kleinen Organisationsteam um Matthias Wächter viel Kraft- und dem Verein viel Geld gekostet. Dabei setzte Trainer Lothar Gwosdz auf zahlreiche Eigengewächse aus dem Verein, dennoch konnten nicht alle Lücken gefüllt werden, Verpflichtungen von Gast-Ringern waren notwendig. So kamen Aslan und Norman Mahmudov, sowie Johannes Schmiege vom letzten Gegner, dem RC Germania Potsdam nach Jena, mit dem tschechischen WM- und EM-Teilnehmer Petr Novak stand gar ein internationaler Spitzenringer in den Reihen des KSC.

Doch diese Stimmung, angesichts dramatischer Kampfverläufe wird es in der kommenden Saison in Jena nicht mehr geben, am Donnerstagabend gab der Vorstand des KSC Motor Jena bekannt, dass die Männermannschaft aus dem Ligenbetrieb zurückgezogen wird.
„Der überraschende Ausfall eines Hauptsponsors, hatte die ohnehin angespannte Lage weiter zugespitzt und es musste eine zeitnahe Entscheidung getroffen werden, ob man versucht, die Regionalliga mit aller Kraft zu halten oder die Kräfte für den 2013 eingeschlagenen Weg bündelt, sich auf die Nachwuchsarbeit zu konzentrieren“, erklärt Matthias Wächter in einer Presseerklärung.
Nach Abwägung aller Für und Wieder, hat sich das kleine Organisationsteam um den Vereinsvorsitzenden für den nachhaltigeren Weg entschieden und setzt nunmehr weiterhin auf die Entwicklung des Ringkampfsports im Nachwuchs- und Leistungsbereich.
Zudem war die Kaderdecke in der vergangenen Saison recht dünn, wobei das Niveau durch die einstigen Zweitbundesligisten nach oben schnellte. „Noch mehr leistungsstarke Ringer hätten geholt werden müssen, der eigene Nachwuchs wäre dabei auf der Strecke geblieben“, erklärt Wächter den Spagat- und die daraus resultierende Entscheidung des KSC-Vorstandes.

Jörg Richter

Koch 02

Bild:

Routinier Mario Koch war der Fels in der Brandung beim KSC Motor Jena. Koch sorgte immer wieder für spannungsgeladene Duelle und bekam dafür viel Applaus von den Rängen. In der kommenden Meisterschaftsrunde wird der KSC Motor fehlen, der Vorstand zog die Mannschaft aus finanziellen und personellen Gründen aus dem Ligenbetrieb zurück.