Werdau – Am vergangenen Sonntag gaben die Junioren und B-Jugendlichen in Werdau den Startschuss zu den diesjährigen Mitteldeutschen Meisterschaften im Ringen, die sowohl im griechisch-römischen Stil, als auch im freien Ringkampf ausgetragen wurden. Dabei wurde den Kampfrichtern Höchstleistung abverlangt, denn in den beiden Stilarten gibt es unterschiedliche Regularien.
47 Vereine- vorrangig aus den neuen Bundesländern reisten in Werdau an, 167 junge Athleten kämpften um die Titel und Medaillen.

Nach den Thüringenmeisterschaften, nahmen zahlreiche Vereine aus dem Freistaat an den Mitteldeutschen Meisterschaften in Werdau teil. Der RSV Rotation Greiz kämpfte sich mit 6 Teilnehmern gar ins Vorderfeld der Vereinswertung, der AV JC Zella-Mehlis und der KSC Apolda reisten mit jeweils 4 Athleten nach Werdau, Jena, Sömmerda und Heldrungen waren mit jeweils einem Athleten in Westsachsen vertreten.

Jubel beim RSV Rotation Greiz, Abdul Galamatov setzte sich bei den Junioren im Limit bis 65 kg/FR durch, im Finale bezwang er Friedrich Schröder vom SV Luftfahrt Berlin, der am Leistungszentrum Luckenwalde lernt und trainiert. Im Limit bis 79 kg musste sich Hamsat Yushaev dem KAV Ringer Khalil Osso aus Eisleben beugen und gewann damit Silber. Mit Silber glänzte auch Dustin Nürnberger in der Gewichtsklasse bis 61 kg, der gegen Omar Ali Karam (KAV Mansfelder Land) gewann, jedoch gegen Michel Penkert (1. Luckenwalder SC) eine Niederlage quittieren musste. Ibrahim Galamatov setzte sich bei den B-Jugendlichen, in der stark besetzten Kategorie bis 38 kg/FR durch, während Sheyh Yushaev im Limit bis 48 kg mit nur einer Niederlage belastet Silber gewann.

Der gerade vom Kreissportbund Weimaer Land, als 'Sportorganisator des Jahres' geehrte Trainer des KSC Apolda Bela Olah hatte am Sonntag gleich wieder Grund zur Freude, denn in der leichtesten Juniorenklasse (57 kg/FR) schafften es mit Abdul Rafar Ahmadi und Haydar Afshar gleich zwei KSC-Ringer auf's Siegertreppchen. Nur Hamburgs Movlet Makhmatov schob sich an den beiden Ringern aus Apolda vorbei und verwieß Ahmadi und Afshar auf die Ränge zwei und drei. Ersan Hameli rundete in der Gewichtsklasse bis 65 kg die Bilanz der Apoldaer Junioren mit einem 6. Platz ab.
Für den AV JC Zella-Mehlis erkämpfte Tim Jahnke (120 kg/GR) den zweiten Platz. Der Schützling von Trainer Andre Schedler setzte er sich in einem kampfbetonten Duell gegen den Vorjahresmeister der Kadetten Kevin Drehmann (KSV Pausa) durch, musste dann jedoch gegen Franz Richter (AVG Markneukirchen) nach einer 4:2-Fährung noch eine technische Niederlage hinnehmen. Mit weiteren Erfolgen über Marvin Söll und Ahmed Schamdin (KAV Mansfelder Land) katapultierte sich Tim Jahnke im Endklassement auf einen hervorragenden, zweiten Platz. Jeweils einen 3. 4. und 5. Platz erzielten die B-Jugendlichen des AV JC Zella-Mehlis. Willi Hempel erklomm das Siegerpodium im Limit bis 41 kg und gewann Bronze, während Raphael Trautwein in der leichtesten Gewichtsklasse bis 35 kg am Podium scheiterte und den 4. Platz belegte. In der sehr stark besetzten Gewichtsklasse bis 57 kg schob sich Max Wieland unter die Besten und belegte nach siegreichem Duell gegen John-Paul Spatzschke (KSV Pausa) den 5. Platz.

Dritte Ränge sammelten Heldrungen und Jena; für den RSV Heldrungen ging Robin Renz (68 kg) bei den B-Jugendlichen auf die Matte, der Bronze holte, Otto Matejczyk (65 kg/FR) erkämpfte als einziger Starter für den KSC Motor Jena einen Bronzeplatz. Matejczyk unterlag zum Auftakt gegen Friedrich Schröder (1. Luckenwalder SC), setzte sich in weiteren Vorrundenduellen jedoch gegen Viktor Wejgandt (KFC Leipzig) und SadeghyAbdolhamid (RSV Stendal) durch. Im kleinen Finale um Bronze wieß der KSC-Ringer Felix Mende (AC Taucha) mit technischer Überlegenheit (10:0), noch vor Ablauf der vierminütigen Kampfzeit in die Schranken. Für den SV Sömmerda erzielte Niclas Hoppe im leichtesten Limit der B-Jugend (35 kg) den 6. Platz.

„Es war eine ordentliche Generalprobe für die anstehenden Deutschen Meisterschaften, unsere Jungs konnten vor allem kämpferisch überzeugen“, so Bela Olah, der zudem auf die jungen Jahrgänge der C- und D-Jugend hofft, wo in den letzten Monaten viel unternommen wurde, um wieder an frühere Erfolge anknüpfen zu können.

Jörg Richter


Bilder:

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08: Eine starke, kämpferische leistung zeigte Schwergewichtler Tim Jahnke, der nach 4 Duellen mit Silber belohnt wurde (hier im kampf gegen Kevin Drehmann / KSV Pausa, den er schulterte).

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Otto Madejczyk (KSC Motor Jena) gewann in der stark besetzten Gewichtsklasse bis 65 kg/FR die Bronzemedaille.

Fotos: J. Richter


Jena – Szenen aus der Regionalliga Mitteldeutschland, beim Kampf des KSC Motor Jena gegen den RC Germania Potsdam vom 25. November des vergangenen Jahres; die kleine Schulsporthalle in der Emil-Wölk-Straße in Jena-Lobeda war ordentlich gefüllt, hatten die zahlreichen Ringerfans doch über die gesamte Saison hinweg spannende Kämpfe erlebt. Nun bebte die Halle beim 24:8-Erfolg des KSC Motor über die Ringer aus der Havelstadt in der Platzierungsrunde. Platz 9 damit für Jena in der Endtabelle der zweithöchsten Kampfklasse, wobei eine ganze Reihe knapper Niederlagen eine bessere Platzierung verhinderten.

Doch diese Saison hat dem kleinen Organisationsteam um Matthias Wächter viel Kraft- und dem Verein viel Geld gekostet. Dabei setzte Trainer Lothar Gwosdz auf zahlreiche Eigengewächse aus dem Verein, dennoch konnten nicht alle Lücken gefüllt werden, Verpflichtungen von Gast-Ringern waren notwendig. So kamen Aslan und Norman Mahmudov, sowie Johannes Schmiege vom letzten Gegner, dem RC Germania Potsdam nach Jena, mit dem tschechischen WM- und EM-Teilnehmer Petr Novak stand gar ein internationaler Spitzenringer in den Reihen des KSC.

Doch diese Stimmung, angesichts dramatischer Kampfverläufe wird es in der kommenden Saison in Jena nicht mehr geben, am Donnerstagabend gab der Vorstand des KSC Motor Jena bekannt, dass die Männermannschaft aus dem Ligenbetrieb zurückgezogen wird.
„Der überraschende Ausfall eines Hauptsponsors, hatte die ohnehin angespannte Lage weiter zugespitzt und es musste eine zeitnahe Entscheidung getroffen werden, ob man versucht, die Regionalliga mit aller Kraft zu halten oder die Kräfte für den 2013 eingeschlagenen Weg bündelt, sich auf die Nachwuchsarbeit zu konzentrieren“, erklärt Matthias Wächter in einer Presseerklärung.
Nach Abwägung aller Für und Wieder, hat sich das kleine Organisationsteam um den Vereinsvorsitzenden für den nachhaltigeren Weg entschieden und setzt nunmehr weiterhin auf die Entwicklung des Ringkampfsports im Nachwuchs- und Leistungsbereich.
Zudem war die Kaderdecke in der vergangenen Saison recht dünn, wobei das Niveau durch die einstigen Zweitbundesligisten nach oben schnellte. „Noch mehr leistungsstarke Ringer hätten geholt werden müssen, der eigene Nachwuchs wäre dabei auf der Strecke geblieben“, erklärt Wächter den Spagat- und die daraus resultierende Entscheidung des KSC-Vorstandes.

Jörg Richter

Koch 02

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Routinier Mario Koch war der Fels in der Brandung beim KSC Motor Jena. Koch sorgte immer wieder für spannungsgeladene Duelle und bekam dafür viel Applaus von den Rängen. In der kommenden Meisterschaftsrunde wird der KSC Motor fehlen, der Vorstand zog die Mannschaft aus finanziellen und personellen Gründen aus dem Ligenbetrieb zurück.

Witten / Ransbach-Baumbach - Die guten Nachrichten zuerst; die Ringerin Maria Selmaier (KSC Motor Jena) gewann am vergangenen Samstag das Ranglistenturnier in Ransbach-Baumbach im Limit bis 68 kg. Dabei gab es nach der Neu-Staffelung der 6 olympischen Gewichtsklassen der Frauen durch den Ringer-Weltverband United World Wrestling (UWW) einen Wechsel, während die Vize-Weltmeisterin von Paris 2017 Aline Focken (KSV Krefeld) ins schwerste Limit bis 76 kg wechselte, greift Maria Selmaier in der Kategorie bis 68 kg an. Im nordischen Turnier (Jeder gegen Jeden) gewann Maria Selmaier alle vier Kämpfe vorzeitig durch technische Überlegenheit mit jeweils 10:0 und gab im Turnierverlauf damit nicht einen, einzigen Zähler ab. Zweite wurde die Cottbusserin Eveline Neumann, den Bronzerang erzielte Eyleen Sewina vom RSV Rotation Greiz. Eyleen Sewina gewann gegen die beiden Hauptstädterinnen Francis Lönhardt und und Linda Waldeck (beide SV Luftfahrt Berlin), musste jedoch gegen Maria Selmaier und Eveline Neumann Niederlagen hinnehmen. Dennoch - der dritte Platz im Klassement der Frauen ist für die Ringerin aus Greiz, die im Bundes-Stützpunkt Frankfurt(O.) trainiert und eigentlich noch im Juniorenbereich kämpft, ein schöner Erfolg.

Pößneck – 134 Ringer waren am vergangenen Samstag nach Pößneck gekommen, um bei den 'Offenen Thüringenmeisterschaften' der Männer- und Jugendklassen im griechisch-römischen Stil die Titelträger 2018 zu ermitteln. Die Landesmeisterschaften gelten dabei als wichtige Vorstufe zu den Mitteldeutschen- und Deutschen Meisterschaften. Der Präsident des Thüringer Ringer- Verbandes Lutz Zimmermann freute sich vor allem über die große Teilnehmerzahl. „Sicherlich ist das auch der D-Jugend geschuldet, wo erfahrungsgemäß die meisten jungen Ringer die Kräfte messen, dennoch- eine solche Teilnehmerzahl hatten wir schon lange nicht mehr“, so Zimmermann, der seit seiner Wahl im vergangenen Jahr vor allem die Basis in den Vereinen stärken möchte.

Jena - Für die Ringer aus Thüringen steht der scharfe Start in die neue Saison an, der Terminkalender der Mattenfüchse ist proppevoll, allein an diesem Wochenende werden gleich mehrere wichtige Wettkämpfe ausgetragen.

Zum einen stehen am heutigen Samstag, ab 10 Uhr die 'Offenen Landesmeisterschaften' im freien Ringkampf an, Austragungsort der Kämpfe im Männerbereich, sowie bei den A-, B- und C-Jugendlichen ist die Ringerhalle im Sportzentrum an der Wöllnitzer Straße.

Die Damen aus dem Leistungszentrum Jena gehen hingegen auf Reisen, denn Bundestrainer Patrick Loes bat die besten, deutschen Ringerinnen zum Ranglistenturnier nach Ransbach-Baumbach zu den 'Offenen Rheinlandmeisterschaften'. Für den weiblichen Bereich um Trainer Hartmut Reich ist das Ranglistenturnier im Rheinland der erste Schritt in Richtung nationale- und internationale Meisterschaften.

Nicht ganz so weit fahren die Kadetten des Landesverbandes Thüringen, die in Bindlach ihr Kaderturnier im griechisch-römischen Stil bestreiten. Die meisten Starter schickt dabei der traditionell griechisch-römisch-geprägte AV JC Zella-Mehlis ins Rennen. Der Deutsche Ringer- Bund trägt schon über mehrere Jahre den 'Bärencup' in Bindlach als Kaderturnier für die Kadetten im griechisch-römischen stil aus. Nachwuchs-Bundestrainer Maik Bullmann (Frankfurt/O.) verschafft sich dort jährlich einen ersten Überblick über die jungen Ringer, die in der jüngsten-, bei internatinalen Titelkämpfen zugelassenen Altersklasse kämpfen.

Bereits eine Woche später, am 20. Januar tragen die Griechisch-Römisch-Spezialisten bei den Offenen Thüringer Meisterschaften der Männer, sowie in den Jugendklassen die neuen Titelträger 2018 in Pößneck aus.