Mitteldeutsche Meisterschaften der C- und D-Jugend in Plauen

Im Kampf um Talente erfolgreich; Thüringen bei Mitteldeutschen Meisterschaften der C- und D-Jugend in der Länderwertung auf Rang zwei

Plauen – Am vergangenen Samstag stand die Mehrzwecksporthalle an der Europaratstraße in Plauen im Blickpunkt der Ringer, nachdem vor drei Wochen die Männer im griechisch-römischen Stil ihre nationalen Titelträger in der Spitzenstadt ermittelten, waren es diesmal die Jahrgänge der C- und D-Jugend, die ebenfalls im griechisch-römischen Stil um die mitteldeutschen Meisterkronen kämpften.

144 junge Nachwuchsringer, vornehmlich aus den neuen Bundesländern traten an, um beim Jahres-Höhepunkt der C- und D-Jugendlichen die Kräfte zu messen, da es in diesen Altersklassen keine Deutschen Meisterschaften gibt. Da zeitgleich in Salzgitter und Warnemünde Turniere ausgetragen wurden, fehlten vor allem aus den nördlichen Landesorganisationen einige Vereine, dennoch waren die 4 Matten in der Mehrzwecksporthalle Plauen dicht umsäumt und die Stimmung unter den vielen Zuschauern, Eltern, Freunden und Verwanden riesig.

Mittendrin im dichten Gewühl auf und an den Ringermatten auch die Vertreter aus den Thüringer Vereinen. Dabei zeigten die jungen Ringer, dass die Bemühungen um einen Neubeginn Wurzeln geschlagen haben. So stellte der Landesverband mit 25 jungen Ringern hinter Gastgeber Sachsen die zweitgrößte Delegation bei diesen Titelkämpfen. Darüber hinaus belegte Thüringen zwar mit großem Abstand hinter Sachsen, aber immerhin vor Berlin, Mecklenburg-Vorpommern, der Griechisch-Römisch-Hochburg Brandenburg, Hessen und Sachsen-Anhalt den zweiten Platz in der Länderwertung.

Thüringer Siege; Francis Richter (27 kg/AV JC Zella-Mehlis) und David Barth (29 kg/SG Drei Gleichen Mühlberg) sind die neuen Mitteldeutschen Meister aus der C-Jugend. Anerkennenswert war vor allem die Leistung von David Barth, der fünf Kämpfe bestritt und davon vier Duelle vorzeitig als Schultersieger beendete.
Im Limit bis 46 kg kämpfte sich Franz Günter (AV JC Zella-Mehlis) bis ins Finale, wo er allerdings gegen Jonathan Schöne (SV Weißwasser) verlor, aber die Silbermedaille gewann. Sein Vereinskamerad Raphael Trautwein (31 kg) erreichte in seiner Gewichtsklasse den 6. Rang. Bei den jüngeren D-Jugendlichen erkämpfte Raphael Titze (34 kg) Bronze für den AV Concordia Jugendkraft.
Knapp an einer Medaille vorbei schlitterte Robin Renz (RSV Heldrungen) im schwersten Limit der C-Jugend bis 63 kg, der am Ende den 4. Platz belegte. Auch Tom-Louis Trenker (29 kg/FRV Waltershausen) verpasste einen Platz auf dem Treppchen, der Ringer aus Waltershausen erreichte Platz 5 in seinem Limit.
Jubel gab es beim RSV Rotation Greiz, denn Paul Müller (42 kg/D-Jugend) reiste nach Siegen über Henri Mansch (RC Chemnitz) und Kevin Schenderlein (AC Werdau) mit dem mitteldeutschen Meistertitel für den RSV Rotation zurück nach Greiz. Pascal Hessel (31 kg/C-Jugend) startete mit zwei Siegen ins Turnier, musste jedoch im dritten Vorrundenduell eine Niederlage quittieren und stand damit im Kampf um Bronze, den er gegen Luis Fliegl (ASV Plauen) siegreich bestritt. Bronze damit für den Greizer. Schachrudi Jushaev (31 kg/D-Jugend) erzielte den 5. Rang, sein Bruder Shaid (34 kg/C-Jugend) schob sich unter 15 Teilnehmern seiner Gewichtsklasse auf den 6. Rang.

Zwei weitere, Mitteldeutsche Meistertitel gab es auch bei den jüngeren D-Jugendlichen für den Landesverband Thüringen, denn neben Paul Müller aus Greiz, kämpfte sich auch Joey Wrensch (25 kg/SV Fortuna Pößneck) nach drei vorzeitigen Siegen auf das oberste Treppchen. Sein Vereinskamerad Hendrik Jahn (54 kg/D-Jugend) fügte Bronze zur Bilanz des SV Fortuna hinzu. Dabei ist gerade Poßneck einer der neuen Motoren im Thüringer Verband, nach sehr langer Durststrecke macht sich vor allem Familie Wrensch, aber auch Silvio Hoffmann als Nachwuchstrainer für eine Wiederbelebung der Ringer an traditionsreicher Stätte verdient.
Im gleichen Atemzug ist auch Apolda zu nennen, wo bedingt durch zahlreiche Bemühungen – wie auch der Integration von Flüchtlingen, wieder junge Talente gesichtet wurden, die nun zu Leistungsträgern geformt werden. Der 2. Platz von Alikhan Arsakaev (38 kg/D-Jugend) ist ein schöner indiz dafür und Ansporn, diesen Weg weiter zu gehen. Patrick Lenzer (27 kg/D-Jugend) erzielte für Apolda einen guten 5. Rang.

Am Mittwoch legt das Präsidium des Thüringer Ringer- Verbandes bei der Jahres-Hauptversammlung in Erfurt Rechenschaft ab, zudem stehen Präsidiumswahlen an. Der Präsident Manfred Grob gab bekannt, dass er nicht mehr kandidieren wird, auch in anderen Referaten stehen Veränderungen an. Vizepräsident Sport Lutz Zimmermann: „… wir wollen den eingeschlagenen Weg fortsetzen und über eine breitere Basis den Erfolg suchen“. Dabei gibt er sich kämpferisch, dass junge, erfolgshungrige Ringer und Ringerinnen einst wieder an die Erfolge von Uwe Neupert, Andreas Schröder, Hartmut Reich, Maria Müller, oder Maria Selmaier, die derzeit noch die rotweißen Farben Thüringens bei internationalen Wettkämpfen vertritt, anknüpfen könnten.

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Kunstmann BK

Junge Ringer zeigten bei den Mitteldeutschen Meisterschaften der C- und D-Jugend im griechisch-römischen Stil ihr Können

Helden von einst – Uwe Neupert und Hartmut Reich

Vor 35 Jahren standen Uwe Neupert und Hartmut Reich (beide SC Motor Jena) bei den Weltmeisterschaften in Edmonton (CAN) auf dem obersten Treppchen

Neupert Reich

Bruchsal – Bei den derzeit laufenden Deutschen Meisterschaften der Ringer treffen sich natürlich auch viele ehemalige Ringerrecken. So statteten den Titelkämpfen in Bruchsal neben Alexander Leipold, oder Pasquale Passarelli auch zwei Ex-Weltmeister einen Besuch ab, die in Jena ihre größten Erfolge erkämpften. Ein grandioser Titelgewinn von Uwe Neupert und Hartmut Reich jährt sich in diesem Jahr zum 35. Mal, beide holten 1982 in Edmonton (CAN) Gold bei den Weltmeisterschaften.

Deutsche Meisterschaften der Männer (Freistil) und Frauen in Bruchsal

KSC-Ringerin Maria Selmaier nimmt neu Anlauf – hat die WM in Paris im Visier


Bruchsal – Bei den Deutschen Meisterschaften der Männer (Freistil) und Frauen konnte das Ringer-Leistungszentrum Jena gleich zwei Silbermedaillen verbuchen. Maria Selmaier (75 kg/KSC Motor Jena) und Enes Akbulut (61 kg/ASV Hof) standen in Bruchsal in ihren Gewichtsklassen auf dem 2. Platz des Siegerpodiums.

Nach den Olympischen Spielen von Rio 2016 hatte sich Maria Selmaier eine kleine Auszeit von der Ringermatte gegönnt, doch nun ließ die 26-jährige bei den Deutschen Meisterschaften in Bruchsal ihr Können erneut aufblitzen. „Wir haben bei Null angefangen, vieles umgestellt und mit anderen Methoden trainiert“, zeigte sich Maria Selmaier mit ihren Kämpfen zufrieden, auch wenn es nicht ganz zur Titelverteidigung reichte – es wäre die sechste in Folge gewesen.
So war die Weltmeisterin von 2014 und WM-Bronzemedaillengewinnerin 2015 Aline Focken (KSV Krefeld) ins schwerste Limit aufgerückt, die sich mit Maria Selmeier einen Kampf auf Biegen und Brechen lieferte. „Das war ein sehenswertes Duell, wobei Maria ihren Kampfstil verbessert hat, erst in der Schlussminute konnte Aline Focken ihren knappen Vorsprung etwas ausbauen“, war DRB-Sportdirektor Jannis Zamanduridis von der offensiven Kampfesweise der KSC-Ringerin überrascht.

Einladung zum 9.Verbandstag des Thüringer Ringer-Verbandes e.V. 24.05.2017 in Erfurt

Einladung hier 

Trauertext Peter Mandelkow

Ein Freund lacht nicht mehr

Am 21. April 2017 verstarb für uns alle unerwartet und immer noch unfassbar Peter Mandelkow, Präsident des Berliner Ringerverbandes.

Peter Mandelkow widmete Jahrzehnte seines Lebens dem Ringkampfssport und war auch in
Thüringen ein gern gesehener Gast bei vielen Veranstaltungen und Wettkämpfen.

Wir verlieren mit Peter einen Ringerkollegen, der uns mit seinem Frohsinn und seiner Kameradschaft stets in Erinnerung bleiben wird.

Im Namen aller Thüringer Ringerinnen und Ringer möchte ich der Familie Mandelkow unser aufrichtiges Beileid aussprechen.


Lutz Zimmermann
Vizepräsident Sport
Thüringer Ringerverband